Allgemeines zur Massage

Ihr Ursprung

Berühren und berührt werden - die älteste zwischenmenschliche Sprache, so vielfältig wie der Mensch selbst und die Kulturen dieser Erde. Massagen beruhen auf der uralten Heilkunst der Berührung, Grundlage jeder medizinischen Behandlung. Wenn eine Stelle schmerzt, legen wir instinktiv die Hand darauf. Berührung wärmt, schützt, tröstet. Schon in Höhlenmalereien finden sich Hinweise auf die Berührungskunst. Hippokrates, der die westliche Medizin begründete, betrachtete Massage und Körperübungen als Basis. Die hierzulande populärste Massageart wurde während des 19. Jahrhunderts durch Pir Henrik Ling (1776-1839) entwickelt. Er kombinierte Massage mit Körperübungen, später bekannt als Schwedische Massage.

Ganzheitliches Konzept

Anfang des 20. Jahrhunderts verbreitete sich in Europa die ganzheitliche Betrachtungsweise, angeregt durch Forschungen auf dem Gebiet der Psyche und Einflüsse östlicher Philosophie. Avantgardistische Wissenschaftler wie Freud, Jung und Reich beschrieben die Verbindungen zwischen Psyche, Sexualität und körperlicher Verfassung. Später etablierte sich die »humanistische Psychologie«, bei der das Erleben im Hier und Jetzt als drittes Konzept neben Psychoanalyse und Verhaltenstherapie gilt.
Westliche Massagetechniken, auf Basis der schwedischen Massage, zielen darauf ab, krankhafte Veränderungen der Haut, des Bindegewebes, der Muskulatur und der Muskeln und Sehnen zu heilen. Durch kräftiges Streichen, Kneten und Reiben werden selbst große Muskelgruppen wieder geschmeidig weich und gut durchblutet. Der angeregte Stoffwechsel wirkt wie eine Frischzellenkur. Östliche Massagetechniken beruhen auf der Vorstellung von einer im Körper zirkulierenden kosmischen Energie, deren Fluss durch die verspannten Muskeln blockiert wird. Die Massage lässt die Energie wieder fließen.
Das Wissen um die Verbindung zwischen Körper, Geist und Seele ist Grundlage unserer Massagen.

Spannungszustände führen dazu, dass sich Muskeln verspannen oder die Gedanken nicht mehr zur Ruhe kommen. Entspannung als Hauptzweck der Massage trägt zur Harmonisierung aller Ebenen bei. Die Vertiefung des Atems wirkt ausgleichend und erlaubt es, den Alltag abzustreifen, ähnlich dem »Alphazustand« beim Autogenen Training. Das Anregen des Kreislaufs vertreibt Müdigkeit und senkt nicht nur den Pegel der Stresshormone, sondern kann Oxytocyn ausschütten, ein Hormon, das auch beim Orgasmus den Körper überflutet. Die verbesserte Blutzirkulation in der Muskulatur regt Stoffwechsel und lymphisches System an; Giftstoffe und Schlacken werden ausgeschieden. Der Blutdruck normalisiert sich und der Blutsäurespiegel wird gesenkt. Eine Massage wirkt wie ein Kurzurlaub für Körper und Seele und aktiviert Ihre Selbstheilungskräfte.

Unsere Sinnlichen Massagen

Wir nennen alle Massageformen, die auf den Empfangenden entspannend und harmonisierend wirken, "Sinnliche Massage". Um die wohligen Empfindungen zu vertiefen, nutzen wir verschiedene Elemente und Materialien.
Am häufigsten wird unter sinnlicher Massage jene Form verstanden, die erotische, lustvolle Empfindungen einschließt, z. B. Tantra- und Taomassage. Grundlage ist das ganzheitliche Konzept, bei dem der Empfangende auf den Ebenen von Körper, Geist und Seele wahrgenommen und berührt wird. Im Vorgespräch können Sie Einfluss auf die Gestaltung der Massage nehmen: Mögen Sie eher Streicheleinheiten oder den Wechsel zwischen sanften und kräftigen Berührungen? Für welche Regionen Ihres Körpers wünschen Sie sich besondere Zuwendung? Wir empfehlen eine Kombination aus Entspannung und Sinnlichkeit, da sexuelle Energie nur in einem entspannten Körper ungehindert fließen kann.
Wer eine Sinnliche Massage empfängt, kann sich gänzlich frei von Gedanken an Erwartungshaltungen eines Partners/einer Partnerin seinem Erleben hingeben und wird mit intensivem Genuss beschenkt.

Der Unterschied zwischen Erotik- und Tantramassage

Tantramassage-Institute bieten üblicherweise keine Erotikmassagen an und die in den gängigen Massagestudios angebotenen Tantramassagen haben mit Massage oft wenig gemeinsam.
Wir gehen einen neuen Weg: Unsere Tantramassagen sind lustbetont und unsere Erotikmassagen bieten tantrisches Niveau. Damit schließen wir die Schere zwischen spirituellen und sexuellen Bedürfnissen. Jede Empfindung ist willkommen und wird respektiert, ohne bewertet zu werden.
Eine Erotikmassage zielt unmittelbarer auf lustvolle Gefühle ab - im Mittelpunkt steht die sinnlich-sexuelle Berührung. Diese Gefühle in Gänze anzunehmen kann sehr befreiend sein, umso mehr, als wir den Höhepunkt als natürlich betrachten. Erotische Details, wie Dessous, Verbalerotik, Spiele, können einfließen. Die Masseurin verkörpert eher eine "Rolle"; sie spielt, flirtet. Erotikmassagen entspringen der Energie der unteren Chakren, mit großem Respekt vor der kraftvollen Dynamik der Sexualität.
Eine Tantramassage lässt mehr Raum für Spiritualität und Ritual. Nachhaltig wirkt sie vor allem dann, wenn Sie keine andere Absicht haben, als alle Empfindungen wahrzunehmen und zuzulassen. Erst dann kann der Körper seine ihm innewohnende Weisheit entfalten und auch dem Bewusstsein neue Impulse geben. Spüren Sie allerdings in sich eine Absicht, so sollte dieser zuerst Raum gegeben werden, sei es nun der Wunsch nach tiefen lustvollen Empfindungen oder nach Entspannung. Eine Intimmassage kann auch dem Zweck dienen, seelische Verletzungen zu heilen.
Bei der Tantramassage ist der Masseur/die Masseurin authentisch. Die Massage wird aus dem Herzchakra heraus gegeben - in dem Wissen, dass Liebe die größte transformierende Kraft ist.

Unsere Therapeutischen Massagen

Bei Therapeutischen Massagen steht das gesundheitliche Anliegen im Vordergrund. Sie lindern physische und/oder psychosomatische Beschwerden und wirken stressreduzierend.
Behandlungserfolge zeigen sich besonders bei Störungen des Bewegungsapparates wie Rückenschmerzen, Muskel- und Gelenkleiden, bei Erschöpfungs- und Spannungszuständen, funktionellen Störungen der inneren Organe und des Verdauungssystems. Auch bei psychosomatischen Beschwerden, Migräne und Spannungskopfschmerzen sowie Ängsten und Depressionen kann eine Therapeutische Massage helfen. Ebenso kann sie Schlafstörungen, psychische oder chronische Erkrankungen lindern.
Bei unseren Therapeutischen Massagen messen wir der Wechselwirkung zwischen der Befindlichkeit des Körpers und Seelenzustand große Bedeutung bei. Ist der Grund Ihres Besuchs bei uns körperliches oder seelisches Unwohlsein, unterstützen wir Sie beim Aufspüren der Ursachen. Ebenso kann eine Massage vorbeugend wirken, da sie durch Tiefenentspannung Ihre Selbstheilungskräfte anregt. Eine Therapeutische Massage hilft Ihnen, Ihren Körper bewusster wahrzunehmen und bewirkt ein Gefühl von Leichtigkeit und Lebendigkeit.

Ablauf einer Massage

Nach der Begrüßung und der Wahl Ihres Lieblingsgetränks haben Sie Zeit, Fragen zu stellen und Wünsche zu äußern. Sprechen Sie offen an, was Ihnen durch den Kopf geht und worauf wir achten sollten, damit wir uns punktgenau auf Ihre Bedürfnisse einstellen können. Wenn auch jede Massageart ihre Struktur besitzt, können wir dennoch gemeinsam einen Ablauf entwerfen und dabei Schwerpunkte setzen, die Ihrem Wohlbefinden dienen. So kann eine Massage vitalisierend, harmonisierend, ausgleichend oder beruhigend wirken. Nach der Massage ist es angenehm, noch etwas zu ruhen. Sie können jederzeit duschen - wir sorgen rundherum für Ihr leibliches und seelisches Wohl. Die Zeiten vor und nach der Massage werden nicht berechnet.

Diskretion und Hygiene verstehen sich von selbst. Sie begegnen während Ihres Aufenthalts bei uns keinem anderen Gast. Räume und Wäsche sind sauber und frisch.