Veröffentlichungen

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Dresden, 9. März 2018

Wieviel Lust ist erlaubt?: ZDF-Gesicht Ann-Marlene Henning spricht am 14.3. in Dresden über die Rolle von Sinnlichkeit und Sexualität in der Öffentlichkeit

Sexualität und Sinnlichkeit sind mit die kontroversten Themen unserer Zeit. Anbieter wie Sexspielzeughersteller Amorelie oder Kondomhersteller Einhorn drängen immer weiter in die Mitte der Gesellschaft. Gleichzeitig setzt die kürzlich erschiene sexuelle Aufklärungsbroschüre für Kitas in Berlin eine Welle des Protests in Bewegung. Auch das neue Prostituiertenschutzgesetz sorgt mit Zwangs-Regisirierungen und -Beratungen für die Stigmatisierung einer ganze Branche. In Dresden sollen erotische Angebote jeder Art an den Stadtrand verbannt werden. Wieviel Lust ist von Politik und Gesellschaft erlaubt und erwünscht? Welche Rolle spielen Sinnlichkeit und Sexualität aktuell in der Öffentlichkeit – und welche sollten sie künftig spielen? Am 14. März widmet sich ZDF-Gesicht Ann-Marlene Henning in ihrem Vortrag diesen kontroversen Fragen.

ZDF-Gesicht Ann-Marlene Henning zu Gast bei Sinnesart
Wann: Mittwoch, 14. März 2018, 18.30 – 21.30 Uhr
Ort: Sinnesart Seminarzentrum, Buchenstraße 12, 01097 Dresden
Eintritt: 12 Euro inkl. kleiner Imbiss (um Voranmeldung wird gebeten)
Zur Veranstaltung

Über Ann-Marlene Henning: „Es gib wohl kaum ein Thema, dass mit soviel Tabus, Unsicherheiten und Wissenslücken verbunden ist, wie unser Liebesleben. Alle scheinen alles über Sex zu wissen und dennoch hat nicht jeder den Sex, der ihn glücklich macht.“ Das findet Ann-Marlene Henning und macht sich auf, das zu ändern. Neben Ratgebern und ihrer Arbeit als Paar- und Sexualtherapeutin macht sie mit ihrer ZDF-Dokureihe “Make Love” rund um Liebe, Sex und Beziehungen seit 2013 immer wieder von sich reden. Liebe, neue Beziehungsformen, das Gefühl zum eigenen Körper, guter Sex, Kommunikation in der Partnerschaft - all das sind Themen, denen sich die Sexologin unaufgeregt widmet. (Weitere Informationen unter: doch-noch.de/presse/pressekit/)

 

Dresden, 20. Februar 2018

Prostituiertenschutzgesetz fordert erste Opfer in Sachsen: Zwei Massagestudios des Aktionsbündnisses „Finger weg!“ müssen in Kürze schließen

Die Umsetzung des bundesweit umstrittenen Prostituiertenschutzgesetzes stellt Dresdner Massagestudios vor das Aus. Gemeinsam haben betroffene Studios das Aktionsbündnis „Finger weg!“ gegründet, um gegen die drohende Schließung und für den Erhalt der Massagevielfalt in Dresden zu kämpfen. Nun muss das Bündnis erste Opfer beklagen. Zwei Massagestudios werden aufgrund der neuen Gesetzeslage in Kürze schließen. Dass weitere Studios folgen, ist nach jetziger Lage wahrscheinlich.

Das Ausführungsgesetz für die Umsetzung des Prostituiertenschutzgesetz in Sachsen ist noch nicht beschlossen, doch bereits jetzt werden die Folgen des Bundesgesetzes sichtbar. Das Massagestudio von Sinnesart in Dresden Pieschen wird nach 16 Jahren am 28. Februar das letzte Mal seine Türen öffnen. Ein weiteres Studios des Aktionsbündnisses wird seine Arbeit im April einstellen. 

Grund: MasseurInnen stellen aus Angst vor Stigmatisierung ihre Arbeit ein 
Obwohl die MasseurInnen gut in der Kunst der Massage ausgebildet sind und keinen Sexualverkehr anbieten, müssen sie sich dennoch als „Prostituierte“ registrieren und damit stigmatisieren lassen. (Mit Registrierung ist nicht die Anmeldung der Tätigkeit als solche gemeint. Alle MasseurInnen haben ihre Tätigkeit gewerblich oder freiberuflich angemeldet und zahlen Steuern.) Die meisten üben ihre Tätigkeit nebenberuflich aus, beispielsweise als Nebenjob für Studierende oder als Zuverdienst für alleinerziehende Mütter. Für die (spätere) Karriereplanung oder in Sorgerechts-Fragen kann diese Registrierung verheerende Folgen haben, zumal nicht klar ist, was mit den erhobenen Daten passiertund wer Zugriff darauf hat. Hiervor schrecken viele MasseurInnen zurück und orientieren sich bereits um. Die Studios sehen sich damit einer hohen Nachfrage gegenüber, die sie aufgrund der schrumpfenden Mitarbeiterzahl nicht mehr abdecken können.

Ein weiterer Grund ist die fehlende Planungssicherheit, die die StudiobetreiberInnen zunehmend zermürbt und lähmt. Da auch fast ein Jahr nach dem Bundesgesetz (seit 1. Juli 2017 in Kraft) die Ausführung in Sachsen noch immer nicht beschlossen ist, fehlt es den Studios an Grundlagen für unternehmerische Entscheidungen:

  • Mitarbeiter: Wie viele MasseurInnen werden den Studios erhalten bleiben? Lohnt es sich, weiter in die Masseurinnensuche zu investieren, wo unklar ist, ob der Betrieb weiter besteht? Wie kann man festangestellte MitarbeiterInnen motivieren und vom Sinn ihrer Arbeit überzeugen, wenn ständig von Schließung die Rede ist?
  • Bleiberecht: Werden Studios trotz Sperrgebietsverordnung eine Genehmigung für den Betrieb in den Räumen erhalten, die sie seit Jahren nutzen und in denen sie ebenso lange seitens der Behörden geduldet wurden? Nach jetziger Sachlage dürfen künftig nur noch Angebote in Gewerbegebieten am Stadtrand legal existieren, was für die Studios und ihre Gäste keine Alternative darstellt.
  • Finanzen: Wie hoch wird die du zahlende Konzession sein und ab wann ist diese fällig? Zusätzliche Kosten könnten es erforderlich machen, die Preise anzuheben oder die Studios zu schließen. Welche Rücklagen sind nötig - und möglich?
  • Investitionen: Sollten Mietverträge verlängert oder eher gekündigt werden? Ebenso Verträge für Telekommunikation und anderes? Lohnen sich dringend benötigte Investitionen und Reparaturen noch?

Aktionsbündnis kämpft weiter
Trotz der Schließungen engagieren sich die Studios des Aktionsbündnisses„Finger weg“ weiterhin gegen weitere Schließungen und für den Erhalt der Massagevielfalt in Dresden. Das neue Bundesgesetz kann vorerst nicht verändert werden, aber das Bündnis sieht Spielräume für kommunale Entscheidungen und fordert die Entscheidungsträger auf, verschiedene Lösungsansätze zu prüfen und in die Überlegungen einbezogen zu werden. Das Bündnis konnte mit einer noch laufenden Online-Petition unter www.openpetition.de/! sinnesart bereits über 1.000 UnterstützerInnen für sein Anliegen gewinnen. Die nächste Ausschusssitzung zur Ausführung des Prostituiertenschutzgesetzes findet am 9. April im Sächsischen Landtag statt.

 

Dresden, 8. Februar 2018

Öffentliche Anhörung zur Ausführung des umstrittenen Prostituiertenschutzgesetzes am 9. Februar im Sächsischen Landtag: Kritik von Aktionsbündnis „Finger weg!“ und anderen Sachverständigen zu erwarten

Die Umsetzung des bundesweit umstrittenen Prostituiertenschutzgesetzes stellt Dresdner Massagestudios vor das Aus. Gemeinsam haben betroffene Studios das Aktionsbündnis „Finger weg!“ gegründet, um gegen die drohende Schließung und für den Erhalt der Massagevielfalt in Dresden zu kämpfen. Am 9. Februar findet eine öffentliche Anhörung zum Gesetz im Sächsischen Landtag statt. Auch Vertreter des Aktionsbündnisses sind als Sachverständige eingeladen und werden sich kritisch zu Wort melden.

Das Prostituiertenschutzgesetz ist seit Juli 2017 auf Bundesebene beschlossen. Die Umsetzung auf Landesebene wird über das so genannte Ausführungsgesetz* geregelt, über das derzeit die Fachausschüsse im Sächsischen Landtag beraten. Am Freitag, den 9. Februar findet ab 10 Uhr eine öffentliche Anhörung  im Landtag (Raum A 600)

statt, an der jeder interessierte Bürger mit Personalausweis teilnehmen kann und bei der auch externe Sachverständige sprechen werden. Zuständiger Ausschuss ist der Ausschuss für Soziales und Verbraucherschutz, Gleichstellung und Integration. Von Seiten des Aktionsbündnisses werden Masseurin Ulrike Henkert sowie der Dresdner Paar- und Sexualtherapeut Dr. Frank Pietzcker vor dem Ausschuss sprechen und die Standpunkte des Aktionsbündnisses vertreten. Außerdem sind nach Wissen von Sinnesart (nicht offiziell bestätigt) folgende Instituionen vor Ort: KOBRAnet (Fachberatungsstelle für Opfer von Menschenhandel), Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen e. V. (Stephanie Klee), Gesundheitsamt Leipzig und Gesundheitsamt Dresden.

Kritikpunkte des Aktionsbündnisses am Gesetz 

  • Wegfall eines wichtigen gesellschaftlich-kulturellen und finanziellen Beitrages: Beispielsweise bietet das Studio Sinnesart  als„Zentrum für Berührungskunstseit“ seit 15 Jahren sinnliche Massagen an. Die Angebote werden mittlerweile von Ärzten, Therapeuten und anderen Berufsgruppen empfohlen, weil Ganzheitlichkeit und wohltuende und förderliche Aspekte im Vordergrund stehen. Massagegäste sind Singles wie Paare sowie Frauen und Männer jeden Alters aus ganz Deutschland und dem Ausland.
  • Arbeitslosigkeit: Durch die Schließungen der betroffenen Massagestudios verlieren etwa 80 Masseurinnen und Masseure teilweise oder ganz ihre Existenzgrundlage und müssen mit Steuergeldern unterstützt werden. Außerdem gehen dem Staat erhebliche Steuereinnahmen verloren.
  • Stigmatisierung: Die verbleibenden Masseurinnen und Masseure, die gut ausgebildet sind in der Kunst der Massage und keinen Sexualverkehr anbieten, müssen sich dennoch als „Prostituierte“ registrieren und damit stigmatisieren lassen.
  • Zunehmende Illegalisierung: Existieren die Studios nicht mehr und können daher Dresdner Masseurinnen und Masseure nicht mehr legal in ihrer Stadt arbeiten, stellt sich die Frage, wer künftig diese Lücke schließt. Es ist zu befürchten, dass zweifelhafte und intransparente Angebote auf den Markt drängen, die unserer Stadt eher schaden.

Forderungen des Aktionsbündnisses (Auszug aus der Online-Petition des Bündnisses unter www.openpetition.de/!sinnesart)

Das neue Bundesgesetz kann vorerst nicht verändert werden, aber es gibt Spielräume für kommunale Entscheidungen. Wir fordern deshalb die Entscheidungsträger auf, verschiedene Lösungsansätze zu prüfen und uns in die Überlegungen einzubeziehen.

  1. Die Sperrgebietsverordnungen der verschiedenen Landesdirektionen müssen überarbeitet werden und Standorte zum Ausüben unseres Gewerbes vorsehen: Neben dem eigentlichen Sperrgebiet gibt es in Dresden die „Umkreisregelung“. Diese besagt, dass sich im Umkreis von 200 Metern um ein Studio keine sozialen Einrichtungen, Kirchen, Schulen, Kindergärten, Altenheime, Friedhöfe u.ä. befinden dürfen. Das macht es de facto nahezu unmöglich, für ein Studio die künftige Erlaubnis zum Betreiben zu erhalten. Legal existieren dürfen dann „Eros-Center“ in Gewerbegebieten am Stadtrand, was für uns und unsere Gäste keine Alternative darstellt. 
  2. Wir fordern, dass die Kosten nicht auf MasseurInnen und Betreiberinnen abgewälzt werden: Geplant sind Kosten für die Konzession sowie für die Zwangsberatungen der MasseurInnen. Die Einnahmen der Massagestudios sind nicht vergleichbar mit denen von Prostitutionsbetrieben. Wir sind regulär gewerblich bzw. freiberuflich angemeldet und zahlen Steuern. Zusätzliche Kosten könnten es erforderlich machen, die Preise anzuheben oder die Studios zu schließen.
  3. Wir fordern, dass unsere Angebote neu bewertet werden und die Registrierungspflicht entfällt: Mit dem neuen Gesetz sollen SexarbeiterInnen vor Ausbeutung und Zwangsprostitution geschützt werden, deshalb müssen sie sich als Prostituierte registrieren lassen. Dieser Fakt ist an sich schon fragwürdig, denn um kriminellen Handlungen entgegenzuwirken, gibt es bereits ausreichende Gesetze. Die Stigmatisierung eines ganzen Berufszweiges gab es zum letzten Mal in einem der finstersten Kapitel deutscher Geschichte, der Nazizeit. Hinzu kommt, dass es in unseren Studios niemanden gibt, der geschützt werden müsste, und dass wir keinen Sexualverkehr anbieten. Der Grad an Selbstbestimmung und Freude ist höher als in den meisten anderen Berufen.

Hintergrund zum Aktionsbündnis Finger weg!

Grund für die existenzbedrohene Lage der Massagestudios ist das neue Prostituiertenschutzgesetz. Mit dem neuen Gesetz werden Sinnliche Massagen per se als "sexuelle Dienstleistung" (= Prostitution) definiert - auch, wenn bei allen Angeboten kein Sexualverkehr stattfindet. Das hat Folgen: Um die Studios weiter zu betreiben, wird künftig eine Genehmigung benötigt. Diese erteilt die Stadt Dresden aber nur, wenn die Studios außerhalb des Dresdner Sperrgebietes liegen und sich außerdem im Umkreis von 200m keine Kindereinrichtungen, Altenheime, Friedhöfe u. ä. befinden. Gerade die zweite Bedingung ist das Todesurteil für die Massagestudios und wird sinnliche Angebote  aus Dresden verbannen. Nirgends sonst wird das Sperrgebiet so streng gehandhabt wie in Dresden. In Berlin gibt es beispielsweise gar keines.

Um gegen die drohende Schließung und für den Erhalt der Massagevielfalt in Dresden zu kämpfen, hat sich Sinnesart mit anderen Dresdner Massagestudios zu einem Aktionsbündnis zusammengeschlossen. Sie suchen die breite Öffentlichkeit, um sich Gehör zu verschaffen und gemeinsam Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit zu leisten. Dies erfolgt beispielsweise über eine Petition. Das Bündnis fordert darin eine Regelung, damit ihre Massage-Angebote weiterhin friedlich neben anderen Institutionen existieren dürfen. Diese Regelung möchte das Bündnis durchsetzen, bevor die Ausführung des Prostituiertenschutzgesetzes im Frühjahr vom sächsischen Landtag beschlossen wird. Das Aktionsbündnis ist online unter www.sinnesart.de/aktuelles erreichbar. Sprecherin ist Katrin Laux, die Inhaberin von Sinnesart.

 

Dresden, 29. Januar 2018

Aufklärung für Erwachsene: Ann-Marlene Henning vom ZDF-Format Make-Love am 14. März in Dresden 

Alle scheinen alles über Sex zu wissen und dennoch hat nicht jeder den Sex, der ihn glücklich macht. Ann-Marlene Henning macht sich auf, das zu ändern. Mit ihrer ZDF-Dokureihe “Make Love” rund um Liebe, Sex und Beziehungen macht sie immer wieder von sich reden. Am 14. März kommt das bekannte TV-Gesicht zu Sinnesart nach Dresden und widmet sich der Frage, welche Rolle Sexualität und Sinnlichkeit in der Öffentlichkeit aktuell spielt - und künftig spielen sollte. 

„Es ist erstaunlich, wie viele Menschen wenig über Sex wissen.” sagt Ann-Marlene Henning. In unserer vermeintlich aufgeklärten Gesellschaft sind die wahren Tabus das Schweigen, die Unsicherheiten und Wissenslücken in unserem Liebesleben. Die Sexologin Ann-Marlene Henning hat es geschafft, diese Tabus zu durchbrechen: Neben Ratgebern und ihrer Arbeit als Paar- und Sexualtherapeutin macht sie mit ihrer ZDF-Dokureihe “Make Love” immer wieder von sich reden. Liebe, neue Beziehungsformen, das Gefühl zum eigenen Körper, guter Sex, Kommunikation in der Partnerschaft - all das sind Themen, denen sich die Sexologin widmet. Mit deutlichen Worten, ohne vulgär zu sein. Empathisch, ohne aufdringlich zu wirken. Manchmal witzig, niemals peinlich. Am 14. März ist Ann-Marlene Henning zu Gast bei Sinnesart, dem Zentrum für Berührungskunst in Dresden. Sie wird in einem unterhaltsamen Vortrag der Frage nachgehen, welche Rolle Sexualität und Sinnlichkeit in der Öffentlichkeit aktuell spielen - und künftig spielen sollten. Gäste sind herzlich eingeladen, mitzudisktuieren und ihre Fragen rund um Liebe und Sexualität zu stellen. Beschlossen wird der Abend von Erik Engelhardt, der einen lebhaften Einblick in seine authentischen Aktportraits geben wird.

Make Love in Dresden: Ann-Marlene Henning zu Gast bei Sinnesart 
Wann 14. März 2018, 18.30 – 21.30 Uhr
Ort: Sinnesart Seminarzentrum, Buchenstraße 12, 01097 Dresden 
Eintritt: 12 Euro inkl. kleiner Imbiss (um Voranmeldung wird gebeten)
www.sinnesart-seminarzentrum.de/termine/ann-marlene-henning-zu-gast-bei-...

Über Ann-Marlene Henning: Ann-Marlene Henning studierte an der Universität Hamburg Neuro-Psychologie, bevor sie in ihrer alten Heimat Dänemark als Psychologin zu arbeiten begann. Später absolvierte sie dort und in der Schweiz das Studium der Sexologie und Paartherapie. In Hamburg zurück, arbeitet sie heute als Paar- und Sexualtherapeutin und besucht aktuell den berufsbegleitenden Masterstudiengang „Sexologie“ an der Hochschule Merseburg. Ihr erstes Buch „Make Love – Ein Aufklärungsbuch“ erschien im Mai 2012 bei Rogner & Bernhard, zwei Jahre später „Make More Love – Ein Aufklärungsbuch für Erwachsene“. Ihr drittes Buch „Liebespraxis – eine Sexologin erzählt“, erschien im April 2017 bei Rowohlt. Vom gleichen Verlag wird im Herbst 2018 ein Aufklärungsbuch für Männer herausgegeben, an dem Ann-Marlene Henning derzeit schreibt. Seit 2013 läuft die TV-Dokumentation „Make Love – Liebe machen kann man lernen“ mit Ann-Marlene Henning im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, die 4. Staffel (ZDF) wurde für den Deutschen Fernsehpreis 2017 nominiert. Staffel 5 des Formats strahlte das ZDF im Spätsommer 2017 aus. (Quelle: doch-noch.de/presse/pressekit/, 29. Januar 2018)

 

Dresden, 25. Januar 2018

Dresdner Massagestudios vor dem Aus: Aktionsbündnis „Finger weg!“ kämpft für den Erhalt der Massagevielfalt in Dresden

Die Umsetzung des bundesweit umstrittenen Prostituiertenschutzgesetzes stellt Dresdner Massagestudios vor das Aus. Auch Sinnesart, das größte Massagestudio Dresdens mit über 15-jähriger Tradition, ist betroffen. Allein dort sind 80 Stellen in Gefahr, abgesehen von den jährlichen Steuereinnahmen von rund 100.000 Euro, die dem Staat durch die Schließung entgängen. Gemeinsam mit anderen Massagestudios hat Sinnesart das Aktionsbündnis „Finger weg!“ gegründet, um gegen die drohende Schließung und für den Erhalt der Massagevielfalt in Dresden zu kämpfen. Dazu hat das Bündnis nun eine Petition gestartet.

Warum die ganze Aufregung? Grund für die existenzbedrohene Lage der Massagestudios ist das neue Prostituiertenschutzgesetz. Mit dem neuen Gesetz werden Sinnliche Massagen per se als "sexuelle Dienstleistung" (= Prostitution) definiert - auch, wenn bei allen Angeboten kein Sexualverkehr stattfindet. Das hat Folgen: Um die Studios weiter zu betreiben, wird künftig eine Genehmigung benötigt. Diese erteilt die Stadt Dresden aber nur, wenn die Studios außerhalb des Dresdner Sperrgebietes liegen und sich außerdem im Umkreis von 200m keine Kindereinrichtungen, Altenheime, Friedhöfe u. ä. befinden. Gerade die zweite Bedingung ist das Todesurteil für die Massagestudios und wird sinnliche Angebote  aus Dresden verbannen. Nirgends sonst wird das Sperrgebiet so streng gehandhabt wie in Dresden. In Berlin gibt es beispielsweise gar keines.

Aktionsbündnis startet Petition: Um gegen die drohende Schließung und für den Erhalt der Massagevielfalt in Dresden zu kämpfen, hat sich Sinnesart mit anderen Dresdner Massagestudios zu einem Aktionsbündnis zusammengeschlossen. Sie suchen die breite Öffentlichkeit, um sich Gehör zu verschaffen und gemeinsam Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit zu leisten. Dies erfolgte bisher beispielsweise über die Ansprache von Landtagsabgeordneten und ab sofort auch über eine Petition (openpetition.de/!fkgkb). Das Bündnis fordert darin eine Regelung, damit ihre Massage-Angebote weiterhin friedlich neben anderen Institutionen existieren dürfen. Diese Regelung möchte das Bündnis durchsetzen, bevor die Ausführung des Prostituiertenschutzgesetzes im Frühjahr vom sächsischen Landtag beschlossen wird. Das Aktionsbündnis ist online unter www.sinnesart.de/aktuelles erreichbar. Sprecherin ist Katrin Laux, die Inhaberin von Sinnesart.

Darum sollten die Angebote von Sinnesart erhalten bleiben: Sinnesart leistet als „Zentrum für Berührungskunstseit“ seit 15 Jahren einen wichtigen gesellschaftlich-kulturellen und finanziellen Beitrag. Die Angebote werden mittlerweile von Ärzten, Therapeuten und anderen Berufsgruppen empfohlen, weil Ganzheitlichkeit und wohltuende und förderliche Aspekte im Vordergrund stehen. Massagegäste und Veranstaltungsteilnehmer sind Singles wie Paare sowie Frauen und Männer jeden Alters aus ganz Deutschland und dem Ausland. 

Außerdem führt das Gesetz in seiner jetzigen Ausführung zu weiteren Schwierigkeiten: 

  • Arbeitslosigkeit: Durch die Schließungen der betroffenen Massagestudios verlieren etwa 80 Masseurinnen und Masseure teilweise oder ganz ihre Existenzgrundlage und müssen mit Steuergeldern unterstützt werden. Außerdem gehen dem Staat erhebliche Steuereinnahmen verloren.
  • Stigmatisierung: Die verbleibenden Masseurinnen und Masseure, die gut ausgebildet sind in der Kunst der Massage und keinen Sexualverkehr anbieten, müssen sich dennoch als „Prostituierte“ registrieren und damit stigmatisieren lassen.
  • Zunehmende Illegalisierung: Existieren die Studios nicht mehr und können daher Dresdner Masseurinnen und Masseure nicht mehr legal in ihrer Stadt arbeiten, stellt sich die Frage, wer künftig diese Lücke schließt. Es ist zu befürchten, dass zweifelhafte und intransparente Angebote auf den Markt drängen, die unserer Stadt eher schaden.

 

Dresden, 03. November 2017

Ein neues Gesetz – das Aus für Sinnesart?

Seit Juli gilt für die Branche der „sexuellen Dienstleistungen“ ein neues Gesetz. Der Massagebereich von Sinnesart ist davon betroffen, auch wenn wir keine Prostitution im herkömmlichen Sinn anbieten. Ähnlich ergeht es allen Tantramassagestudios, sogar wenn Tantra-Heilmassagen von Frauen für Frauen angeboten werden. Räume für Erfahrungen mit dem großen Thema „Lust“ sind anscheinend nicht erwünscht. Dafür wird es Gründe geben.

Die Fakten: Seit Juli muss sich (eigentlich) jede MasseurIn zwangsberaten und als Prostituierte registrieren lassen, und zwar mit vollem Namen und Foto. Keiner weiß genau, was mit den Daten passiert. Wer z.B. eine Karriere im öffentlichen Dienst vor sich hat oder studiert und sich Wege offen halten will, wird die Nebenbeschäftigung aufgeben müssen.

Ebenso muss ich als Betreiberin eine – möglicherweise nicht unerhebliche – Konzession zahlen und den Betrieb genehmigen lassen. Nach den jetzigen Vorschriften müssten (eigentlich) alle Sinnesart-Studios geschlossen werden, obwohl niemand einen Nachteil von unserer Existenz hat. Wir sichern viele Arbeitsplätze und erwirtschaften beträchtliche Steuereinnahmen – dies alles würde dann wegfallen.

Was bedeutet „eigentlich“? Eigentlich heißt, dass uns niemand Auskunft geben kann, ob und wann und durch wen dieses Gesetz umgesetzt wird. Die Länder sind auch nicht froh darüber, dass hier die Regierung gegen allen Rat und viel zu schnell ein Gesetz verabschiedet hat, was niemand haben will und was niemandem etwas nützt. Dass das Gesetz eher kriminellen Machenschaften Vorschub leistet als Prostituierten wirklich nützt, wird mittlerweile von den Kennern der Materie bestätigt.

Was tun? Wir haben uns mittlerweile mit anderen Massagestudios in Dresden zusammengeschlossen und alle betroffenen Behörden zu einem runden Tisch eingeladen. Leider kommt nur Frau Homt vom Gesundheitsamt. Alle anderen Behörden haben abgesagt, da sie selbst keinerlei Neuigkeiten vermelden können oder wollen. Man muss sich diese Situation einmal auf eine andere Branche übertragen vorstellen: Ein Autohausbesitzer oder Handwerksbetrieb bekommt mitgeteilt, dass er wahrscheinlich bald einige oder alle Filialen schließen muss, aber man kann weder sagen wann noch welche. Außerdem muss ein Konzept für die weitere Existenz eingereicht werden, weil sonst ab dem 1.1.2018 saftige Strafen drohen. Aber keine Behörde ist in der Lage, das Konzept entgegen zu nehmen. Auch die Belegschaft wird wahrscheinlich kündigen, aber niemand weiß wann oder wieviele. Welcher Unternehmer würde unter diesen Umständen seinen Betrieb weiterführen wollen?

Konkrete Hilfe: Geht zu Abgeordneten und fragt, wieso nichts unternommen wird, um eine ganze Branche zu retten, die gute Arbeit in Dresden leistet. (Immer öfter kommen Gäste zu uns, die von Heilpraktikern, Ärzten oder Therapeuten zu uns geschickt werden.) Außerdem werden wir demnächst finanzielle Unterstützung brauchen, um Anwälte zu bezahlen. Wir versuchen natürlich, jede Situation zu meistern, aber als Unternehmerin ist „Segeln auf Sicht bei dichtem Nebel“ angesagt. Nicht gerade ermutigend und motivierend.

Bis dahin… Bleibt uns gewogen. Wir bauen derzeit das Seminarzentrum aus, weil das nicht unter das Gesetz fällt. Massagen bieten wir ebenfalls noch in gewohntem Umfang an. Und wir halten euch auf dem laufenden und berichten von wesentlichen Ereignissen.

Katrin Laux

 

Dresden, 15. August 2017

“Kuscheln als Kitt der Gesellschaft”: Dresdner Initiative zum Weltfriedenstag am 1. September

Pünktlich zum Weltfriedenstag am 1. September 2017 wird Sinnesart für mehr Liebe in Dresden sorgen. Unter dem Motto “kuschel dich glücklich” starten wir über zwei Wochen hinweg vielfältige Aktionen (Free Hugs, Liebessprechstunde, Kuschel-Challenge etc.), mit denen DresdnerInnen ihren Alltag mit wohltuenden Streicheleinheiten bereichern können. Eine Zusammenfassung aller Maßnahmen findet sich bald auf unserer Webseite.

Hintergrund

Diese Initiative ist gerade in unruhigen Zeiten wie diesen wichtig. Kuscheln ist nicht nur schön und gesund, sondern auch der Kitt der Gesellschaft. Liebevolle Berührungen führen zu einer direkten Entspannung und Ausschüttung von Botenstoffen wie Oxytocin und Dopamin. So werden Ängste und Stress verringert und positive Emotionen wie Liebe und Vertrauen entstehen -  übrigens weit stärker als bei jeder Form der verbalen Zuwendung. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um emotionale Bindungen aufzubauen. Ein durch Berührung genährter Mensch ist zufriedener und geht toleranter und friedvoller mit seinen Mitmenschen um. Das beweisen zahlreiche Studien und auch wir durften diese Erfahrung in 15 Jahren Berührungspraxis immer wieder machen.

Pressefrühstück am 29. August 2017

Gern stellen wir interessierten Journalisten unsere Initiative konkret vor und stehen danach für Fragen und Gespräche in einem ungezwungenem Rahmen zur Verfügung.  Am Dienstag, den 29. August 2017 findet dazu von 10 bis 12 Uhr ein Pressefrühstück bei Sinnesart, Buchenstraße 12, 01097 Dresden statt. Interessierte Journalisten melden sich dazu bitte bis 28. August über Telefon  +49 (0)351 3207162, kontakt@sinnesart.de oder das Kontaktformular unter www.sinnesart.de/presse an. Vielen Dank!

Dresden, 14. Juli 2017

Neues Prostitutionsschutzgesetz bringt Dresdner Masseure in Not: 60 Stellen bei Dresdens größtem Massagestudio in Gefahr

Das umstrittene Prostitutionsschutzgesetz ist seit gut einer Woche in Kraft. Um der Ausbeutung von SexarbeiterInnen einen Riegel vorzuzschieben, sieht das Gesetz neben der Meldepflicht und einer jährlichen Gesundheitsberatung für SexarbeiterInnen auch ein Kondompflicht sowie neue baurechtliche Vorschriften für Etablissements vor. Statt der geplanten Regulierung spüren wir als Teil der Branche aktuell große Verunsicherung - und sind gerne zu einem Gespräch darüber mit Ihnen bereit.

Viele unserer Mitarbeiterinen scheuen sich vor einer offiziellen Anmeldung als „Sexarbeiterin“ und sehen durch den „Hurenpass“ ihre Anonymität bedroht. Ob sie uns und der Branche erhalten bleiben, ist offen. Ebenso unvertretbar ist, dass selbst nach Inkrafttreten noch völlig unklar ist, wie das Gesetz in Sachsen umgesetzt werden soll. In der Pflicht sind wir dennoch. Von einem rückwirkenden Inkrafttreten ist die Rede. Unter diesen Voraussetzungen ist wirtschaftliches Planen für uns nahezu unmöglich. Wir sind nach über 13 Jahren Geschäftspraxis von der Schließung bedroht. Allein bei Sinnesart sind 60 Stellen in Gefahr, abgesehen von den jährlichen Steuereinnahmen von rund 100.000 Euro, die dem Staat durch unsere Schließung entgängen.

 Gern steht Ihnen Katrin Laux, die Gründerin und Betreiberin von Sinnesart, für ein Gespräch zum Gesetz zur Verfügung. Sinnesart ist das größte Massagestudio Dresdens. Auch wenn bei unseren Erotik- und Tantramassagen keinerlei Sexualverkehr stattfindet und wir regelmäßig von Ärzten und Therapeuten empfohlen werden, sind auch wir von dem Gesetz betroffen. Es macht keine Unterscheidung, ob es sich um Masseure oder Prostituierte handelt. Ein weiterer Punkt, den wir ebenfalls gern näher ausführen.

Bei Interesse an einem Gespräch oder Statement kontaktieren Sie uns gern.

02. Mai 2017

Auf den Spuren des ursprünglichen Tantra

Interview mit Katrin Laux zu ihrer bewegenen Indienreise

 

30. April 2017

Interview mit Christine und Charly

Im Interview erzählen unsere Seminarleiterinnen mehr zum Konzept des neuen Seminars "Tantra Youth" bei Sinnesart.